Thripse sind hartnäckige kleine Plagegeister, die sich nicht so leicht vertreiben lassen. Zum Glück gibt es effektive Möglichkeiten, Thripse zu bekämpfen und einem Befall vorzubeugen. Die biologische Bekämpfung ist dabei eine wirksame und nachhaltige Methode – egal ob im Gewächshaus, im Gemüsegarten oder bei deinen Zimmerpflanzen. Erfahre hier, wie diese Methode funktioniert!
Thripse erkennen
Thripse sind so klein, dass du wirklich genau hinschauen musst, um sie zu entdecken. Du erkennst sie an ihrem länglichen Körper und den ausgefransten Flügeln. Sie kommen in verschiedenen Farben vor, zum Beispiel gelb, braun oder schwarz.
Thripse verursachen Schäden, indem sie Pflanzenzellen aussaugen. Typisch für einen Thripsbefall sind silbrig-graue oder braune Flecken auf den Blättern. Auf der Blattoberfläche findest du abgestorbene Pflanzenzellen und kleine schwarze Punkte – den Kot der Thripse. Und seien wir ehrlich: Niemand möchte, dass seine Monstera als Toilette benutzt wird.

Die Entwicklung von Thripsen und warum die Bekämpfung herausfordernd ist
Um Thripse wirklich erfolgreich zu bekämpfen, ist es wichtig, ihren Lebenszyklus zu verstehen. Wenn ein Weibchen ein Ei legt, bohrt es zunächst eine kleine Öffnung in das Blattgewebe. Die Eier werden in Blättern, Blütenblättern und weichen Stängelteilen abgelegt. Kein natürlicher Feind kommt an die Eier heran.
Sobald die Eier schlüpfen, beginnen die winzigen Larven sofort damit, Pflanzenzellen auszusaugen. Das lässt sich zum Glück verhindern, wenn Raubmilben vorhanden sind. Unsere Empfehlung hierfür sind die Raubmilben Irski. Sie machen Jagd auf die kleinsten Thripslarven und fressen sie über einen längeren Zeitraum hinweg.
Größere Larven sind etwas widerstandsfähiger und nutzen ihren Hinterleib als Abwehrmechanismus. Ab diesem Stadium brauchen die Raubmilben Unterstützung durch Carna Florfliegenlarven. Diese machen Jagd auf die größeren Larven, packen sie mit ihren Kiefern und saugen sie anschließend aus. Sie jagen auch erwachsene Thripse, doch diese können dank ihrer Flügel davonfliegen. Zum Glück müssen auch erwachsene Thripse irgendwann wieder landen, um sich zu ernähren – genau hier helfen gelbe Fangtafeln, um sie abzufangen.
Was kannst du selbst zur Vorbereitung der Bekämpfung tun?
Aber auch du selbst bist ein Hero! Noch bevor du deine natürlichen Helfer einsetzt, kannst du schon einen großen Unterschied machen. Reinige die Pflanze zunächst gründlich, zum Beispiel mit einer milden Plant Soap, damit Staub, Honigtau und zurückgebliebene Larven entfernt werden und du einen guten Überblick über die Schäden bekommst.
Schneide anschließend die am stärksten befallenen Blätter konsequent ab. So entfernst du einen großen Teil der Eier und bremst die weitere Ausbreitung. Siehst du erwachsene Thripse über die Blätter krabbeln? Dann kannst du sie einfach zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrücken – vielleicht ein bisschen eklig, aber sehr effektiv und ein guter Vorsprung, bevor deine biologischen Helfer die Arbeit übernehmen.
Schritt für Schritt: So hältst du Thripse von deiner Monstera fern
Wie verhinderst du also, dass Thripse auf den Blättern deiner Lieblings-Monstera ihr Unwesen treiben? So geht’s:
1. Raubmilben ausbringen, damit die Larven direkt nach dem Schlüpfen angegriffen werden.
2. Florfliegenlarven einsetzen, sobald sich größere Larven auf der Pflanze befinden.
3. Gelbtafeln aufhängen, um erwachsene Thripse abzufangen.
Pflege: So verhinderst du, dass die Thripse zurückkommen
Hast du die Thripse besiegt? Hast du deine Pflanzen aus den Fängen der Thripse retten können? Sei stolz auf dich! Feiere deinen Erfolg gemeinsam mit deinen Pflanzen. Erzähle anderen von deiner Heldentat und gönn dir selbst etwas Schönes.
Aber vergiss den letzten wichtigen Schritt nicht, um Thripse dauerhaft unter Kontrolle zu halten: Erneuere die Beutel mit Raubmilben alle vier bis sechs Wochen. So hältst du eine regelrechte „stehende Armee“ auf deinen Pflanzen bereit.
Sollte sich ein verirrter oder hungriger Thrips erneut auf deine Pflanzen verirren, wird der Befall direkt eingedämmt und ein neuer Albtraum bleibt dir erspart!
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