Jede Fliege kann versehentlich in ein Haus gelangen, aber leider handelt es sich dabei oft um die Hausfliege, die eindringt. Die Hausfliege der Art Musca domestica bedeutet wörtlich „Fliege des Hauses“. Diese Art fühlt sich in unserer Umgebung vollkommen wohl und ist auf der Suche nach Nahrung, Wärme und Schutz. Aber warum werden sie so stark von unseren Häusern angezogen und was macht diese Fliege so besonders (oder eben auch nicht)?
Hausfliegen und ihre weltweite Reise
Im Gefolge des Menschen hat sich die Fliege nahezu über die ganze Welt verbreitet. Schon bevor sich der Mensch so entwickelt hatte wie heute, lebte die Hausfliege bereits von dem Mist großer Säugetiere. Die Hausfliege ist ein Allesfresser und ernährt sich sowohl von tierischer als auch pflanzlicher Nahrung. Stark verrottende Früchte oder ein totes Tier sind geeignete Nahrungsquellen. In der Natur hat die Fliege dadurch auch ihren Nutzen, da sie organisches Material zersetzt und „aufräumt“.
Wie Fliegen essen: vom Butterbrot zum Smoothie
Die Mundwerkzeuge der Hausfliege sind auf Saugen spezialisiert. Mit einem rüsselartigen Saugrüssel spritzt sie eine Flüssigkeit auf die Nahrung, wodurch diese verflüssigt wird und anschließend aufgesaugt werden kann. Eine ruhig sitzende Fliege auf deinem Butterbrot arbeitet also daran, dein Butterbrot in einen Smoothie zu verwandeln. Also besser schnell verscheuchen!
Die Hygieneroutine der Fliege: Putzen für die Sinne
Trotz ihres schmutzigen Images ist die Hausfliege für ihr ausgeprägtes Putzverhalten bekannt. Es zeigt sich, dass es verschiedene Formen der Körperpflege gibt, um alle Körperteile sauber zu halten. Der Grund dafür ist die optimale Funktion der Sinnesorgane. Besonders wichtig sind die Chemorezeptoren an den Beinen, mit denen die Fliege schmecken kann, ob etwas essbar ist oder nicht. So wirkt die Fliege plötzlich fast edel – ein echter Feinschmecker.
Das fliegen schnelle Leben der Hausfliege
Unter den richtigen Bedingungen gehört die Hausfliege zu den kurzlebigeren Insekten. Sie wird innerhalb von zwei Wochen erwachsen und lebt danach noch etwa 16 bis 24 Tage. Das ist immerhin länger als die Eintagsfliege, die nur wenige Tage als erwachsenes Insekt lebt. In dieser kurzen Zeit ist die Fortpflanzung entscheidend, um die Population stabil zu halten. In warmen Umgebungen wie Häusern oder Ställen können sie sich das ganze Jahr über vermehren und bis zu 15 Generationen pro Jahr entwickeln. Eine Fliegenplage ist daher nicht ungewöhnlich, gleichzeitig sind sie aber auch eine wichtige Nahrungsquelle für viele natürliche Feinde.
Natürliche Feinde: Wer jagt Hausfliegen?
Hausfliegen müssen praktisch vor jedem Insektenfresser auf der Hut sein. Die Art und Weise, wie sie gejagt werden, ist nichts für empfindliche Mägen. So saugt eine Raubfliege eine lebende Fliege vollständig aus, und Schlupfwespen legen ihre Eier in Fliegenpuppen, woraufhin die Larven diese von innen fressen. Auch Wespen wie die Deutsche Wespe und die Europäische Hornisse tragen stark zur Reduzierung der Fliegenpopulation bei, da sie diese in großen Mengen erbeuten. Neben Insekten gehören auch Vögel, Reptilien, Amphibien und kleine Säugetiere zu ihren Feinden – und zuletzt auch der Mensch.
Fliegenbekämpfung: von Fliegenstreifen bis UV-Lampen
Die Bekämpfung der Hausfliege erfolgt auf großer Skala und es wurden viele Methoden entwickelt. Eine bekannte Methode ist der Fliegenstreifen aus farbigem, klebrigem Papier. Fliegen bleiben daran hängen, und je mehr sich darauf befinden, desto weniger effektiv wird er. Eine technischere Lösung ist eine UV-Lampe, die Fliegen anzieht und sie anschließend über ein elektrisches Gitter tötet. Die bekannteste – und vielleicht auch unterhaltsamste – Methode ist jedoch der klassische Fliegenklatscher. Im Heroes Shop bieten wir die Flytrap (eine Falle mit Lockstoff) zur Bekämpfung verschiedener Fliegenarten an, darunter Hausfliegen, Stechfliegen, Fleischfliegen und Schmeißfliegen.