Schlangenmilbe
Schlangenmilbe erkennen
Die Schlangenmilbe (Ophionyssus natricis), auch als Blutmilbe bekannt, ist ein Parasit, der vor allem bei Schlangen vorkommt. Die erwachsene Schlangenmilbe ist etwa 1 mm groß und hellbraun gefärbt. Wenn sie sich mit Blut vollgesogen hat, erscheint sie dunkelrot oder schwarz. Bei genauem Hinsehen lassen sich die Milben als kleine schwarze Pünktchen zwischen den Schuppen erkennen. Besonders zu beachten sind Bereiche unter dem Kinn, rund um die Augen und um die Kloake des Reptils.
Schlange im Wasserbecken
Schlangen haben oft die Tendenz, häufiger zu baden. Dies tun sie, um Linderung bei der durch die Milben verursachten Reizung zu finden. Bei genauer Betrachtung kann man die Milben als kleine Punkte im Wasser schwimmen sehen, da sie sich im Wasser von der Haut lösen.
Häutungsprobleme und andere Gesundheitsprobleme
Der Befall mit Schlangenmilben hat Einfluss auf die allgemeine Gesundheit der Schlange. Er kann unter anderem zu Häutungsproblemen oder Gewichtsverlust führen.
Reizung rund um die Augen
Schlangenmilben können sich auch im Bereich der Augen ansiedeln, wodurch Reizungen entstehen können.
Welche Reptilien können von Schlangenmilben betroffen sein?
Die Schlangenmilbe kommt hauptsächlich bei verschiedenen Schlangenarten vor, wie zum Beispiel dem Königspython, dem Grünen Baumpython oder der Boa constrictor. Die Schlangenmilbe kann auch bei Eidechsen auftreten, wie etwa beim Zwergbartagame oder beim Kragenlizard.
Schlangenmilben bekämpfen
Um die Schlangenmilbe loszuwerden oder einem Befall vorzubeugen, ist es sehr wichtig, das Terrarium gründlich zu reinigen. Entferne oder ersetze Holzbestandteile im Terrarium, da Schlangenmilben ihre Eier gerne in Holzspalten ablegen. Erst wenn das Terrarium komplett sauber und leer ist, kannst du Taurrus-Raubmilben einsetzen.
Die Schlangenmilbe kann effektiv mit Taurrus-Raubmilben bekämpft werden. Streue Taurrus einfach über das Substrat im Terrarium, und die Raubmilben übernehmen den Rest der Arbeit.
Taurrus-Raubmilben sind der natürliche Feind der Schlangenmilbe. Sie suchen aktiv nach Parasiten und greifen diese an. Die Raubmilben können sich in jedem Terrarientyp sehr gut halten.
Taurrus-Raubmilben dürfen nicht zusammen mit milbentötenden Mitteln wie Insektiziden oder Pestiziden verwendet werden. Ebenso sollten keine Mittel eingesetzt werden, die die Raubmilben austrocknen oder schädigen, wie z. B. Silikatpulver oder Diatomeenerde.
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