Insektenhotel kaufen oder selber bauen: Darauf solltest du achten!

Insektenhotel kaufen oder selber bauen: Darauf solltest du achten!

Den Garten attraktiv zu machen für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Marienkäfer kann mit einem Insektenhotel. Dieses bietet einen sicheren Nist- und Überwinterungsplatz. Leider gibt es Insektenhotels im Umlauf, die kaum oder gar keine Insekten anziehen. Deshalb stellen wir heute die Frage: Was macht ein gutes Insektenhotel aus?

Warum ein Insektenhotel aufstellen?


Das Bereitstellen von Unterschlupf für Insekten hat sowohl einen ökologischen als auch einen pädagogischen Zweck. In Naturgärten, ökologischen Gärten und Umweltbildungszentren wird mit verschiedenen Materialien experimentiert. Gemüse- und Obstbauern setzen manchmal eine Insektenwand ein, um Bestäuber anzulocken. Auch in deutschen Gärten werden Insektenhotels immer beliebter.


“Beispiel einer bunten Insektenwand. Nicht alle Bestandteile können von Bienen genutzt werden.”

Häufige Fehler bei Insektenhotels


Leider werden Insektenhotels für Verbraucher oft eher dekorativ gestaltet oder aufgehängt. Das führt dazu, dass sie nur wenig oder gar keine Insekten anziehen, weil sie nicht richtig gebaut sind.
Oft ist der Durchmesser der Bambusröhrchen zu klein oder viel zu groß für Wildbienen, oder die Röhrchen sind an beiden Seiten offen. Außerdem kann Holz verwendet werden, das mit Chemikalien behandelt wurde. Dann verfehlt das Aufstellen eines Insektenhotels seinen eigentlichen Zweck.

Checkliste: Was macht ein gutes Insektenhotel aus


Beim Kauf eines Insektenhotels ist es sinnvoll, sich an den Empfehlungen der deutschen Naturschutzverbände zu orientieren. Hier eine kurze Checkliste:
• Die Bohrlöcher und Röhrchen (2–9 mm) bieten Nistmöglichkeiten für Wildbienen; kleinere oder größere Öffnungen werden nicht genutzt.
• Die Tiefe der Bohrgänge sollte ausreichend lang sein (ca. 2–10 cm), damit mehrere Brutzellen hintereinander angelegt werden können.
• Die Öffnungen müssen einseitig geschlossen sein, da die Bienen sonst nicht nisten.
• Die Innenflächen sollten glatt sein, damit sich die Bienen nicht verletzen. Hartholz ist hierfür am besten geeignet.
• Ein kleines Dach schützt vor Regen. Wildbienen bevorzugen trockene Nistplätze, zudem verlängert es die Haltbarkeit des Materials.

Der perfekte Standort für das Insektenhotel


Nicht nur das Insektenhotel selbst bestimmt, wie viele Bienen darin überwintern. Ohne Blumen in der Nähe haben sie kaum etwas zu suchen! Wenn du das beliebteste Insektenhotel in der Nachbarschaft haben möchtest, solltest du auf folgende Punkte achten:
• Platziere das Bienenhotel an einem sonnigen Standort. Hotels an der Nordseite oder unter Bäumen werden von Bienen kaum genutzt.
• Sorge für eine blütenreiche Umgebung mit vielen heimischen Pflanzen – vom frühen Frühjahr bis in den Spätsommer.
• Die meisten Bienen verschließen ihre Nester mit gut bindender Erde, besonders Lehm eignet sich dafür sehr gut. Ein kleines Lehmhügelchen in der Nähe kann den Bienen zusätzlich helfen.
• Ersetze ein Bienenhotel, in dem kaum noch Aktivität zu sehen ist. Nach etwa 2–3 Jahren werden viele Hotels durch Risse, Schimmel oder Abnutzung weniger geeignet. Stelle das alte Hotel danach noch für ein Jahr an einen schattigen Platz im Garten, damit eventuell noch vorhandene Bewohner es verlassen können.


"In den geschlossenen Röhrchen entwickeln sich junge Bienen (Larven) zu erwachsenen Bienen!“

Mach deinen Garten zum Insektenparadies


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