Merkst du, dass deine Schlange öfter als normal in der Wasserschale liegt oder unerklärlich an Gewicht verliert? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du es mit Schlangenmilben (Ophionyssus natricis), auch Blutmilben genannt, zu tun hast. Dieser Parasit tritt hauptsächlich bei Schlangen auf und kann starke Reizungen und gesundheitliche Probleme verursachen. Es ist daher wichtig, schnell zu handeln. In diesem Artikel erfährst du genau, wie du diese Milben effektiv bekämpfen kannst!
Was sind Schlangenmilben?
Die ausgewachsene Schlangenmilbe ist etwa 1 mm groß und hellbraun gefärbt. Sie lebt vom Blut deiner Schlange und ist daher gut als schwarze Punkte zwischen den Schuppen zu erkennen. Besonders achte auf Stellen unter dem Kinn und um die Augen.
Der Lebenszyklus dieser Milbe verläuft sehr schnell über verschiedene Entwicklungsstadien. Ein Ei kann innerhalb nur einer Woche zu einer ausgewachsenen Milbe werden. Deshalb kann ein Milbenbefall schnell außer Kontrolle geraten und deine Schlange stark belasten.

💡 Wusstest du schon?
Bei starkem Befall können die Milben sogar auf deinen Händen zu sehen sein, nachdem du deine Schlange gehalten hast. Glücklicherweise sind diese Milben artspezifisch und saugen kein menschliches Blut.
Warum bekommt meine Schlange Milben?
Hygiene ist einer der wichtigsten Faktoren zur Vorbeugung von Schlangenmilben. Eine gründliche und regelmäßige Reinigung des Terrariums verhindert, dass sich ein Befall etablieren kann.
Hast du mehrere Terrarien? Dann solltest du dir nach dem Berühren einer Schlange immer die Hände waschen, um die Milben nicht auf andere Schlangen zu übertragen. Denk daran: Schlangenmilben saugen zwar kein menschliches Blut, können dich aber als Träger nutzen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Weitere mögliche Ursachen:
• Neue Zubehörteile: Beim Kauf neuer Einrichtungsgegenstände oder beim Wechsel der Bodengrundlage besteht die Gefahr, dass diese bereits mit Milben oder deren Eiern kontaminiert sind.
• Kreuzkontamination: Hast du eine neue Schlange gekauft? Es besteht die Möglichkeit, dass sie Milben trägt, auch wenn dies im Geschäft oder beim Züchter nicht festgestellt wurde. Bei Schlangen aus der Wildnis ist das Risiko noch höher. Setze neue Schlangen mindestens drei Wochen in ein separates Terrarium, bevor du sie in das Hauptterrarium setzt.
Wie wirst du Milben los?
Um Schlangenmilben loszuwerden, ist es sehr wichtig, das Terrarium gründlich zu reinigen. Entferne oder ersetze Holzteile, da Milben in deren Ritzen ihre Eier ablegen können.
Nach einer vollständigen Reinigung des Terrariums kannst du Taurrus-Raubmilben aussetzen. Diese einheimische Raubmilbenart ist der natürliche Feind der Schlangenmilbe. Nach dem Aussetzen suchen sie aktiv nach den Parasiten und greifen sie an. Innerhalb der ersten zehn Tage fressen Taurrus-Raubmilben etwa 95 % der vorhandenen Parasiten. Sie bleiben bis zu drei Wochen aktiv. Sobald alle Parasiten verschwunden sind, sterben die Raubmilben von selbst, da keine Nahrung mehr vorhanden ist.
💡 Wusstest du schon?
Taurrus ist ein natürlicher Feind verschiedener häufig auftretender Parasiten bei Reptilien. Diese Raubmilben bekämpfen nicht nur Schlangenmilben, sondern auch Blutmilben sowie kleine Parasiten, die bei Skorpionen und Spinnen vorkommen.
Raubmilben vs. chemische Bekämpfungsmittel
Taurrus bietet dir eine sichere und natürliche Möglichkeit, Schlangenmilben zu bekämpfen – ganz ohne die Nachteile chemischer Mittel. Sie richten sich ausschließlich gegen die Parasiten, verursachen keinen Stress oder gesundheitliche Risiken für deine Schlange und hinterlassen keine schädlichen Rückstände.
Im Gegensatz zu chemischen Bekämpfungsmitteln wirken sie langfristig und greifen den gesamten Lebenszyklus der Parasiten effektiv und umweltfreundlich an.

Hauptvorteile von Taurrus:
• Vollständig sicher: Kein Risiko für Hautreizungen, Atemprobleme oder Vergiftungen.
• Komplette Abdeckung: Raubmilben fressen sowohl erwachsene Milben als auch deren Eier.
• Langfristiger Schutz: Bis zu 3 Wochen aktiv auf der Suche nach Parasiten.
• 100 % giftfrei: Keine Chemikalien oder Pestizide im Terrarium.
• Sicher für andere Terrarienbewohner: Das biologische Gleichgewicht wird nicht gestört.